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Dark Poetry & Kurzgeschichten
 

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Sei Glücklich

„Sei Glücklich!“, waren Deine letzten Worte an mich, doch hast Du mir das Geheimnis des Glücks nie offenbart. Tränen hast Du mir hinterlassen, Trauer vermacht und mich mit Tiefen bedacht. Schon Jahre ist die Sonne fort, an einem längst vergessenen Ort... fort von mir und noch weiter entfernt von Dir. Ich habe versucht zu weinen, gegen den Schmerz anzureimen, doch diese Leere in meiner Seele wird nie zur Gänze vergehen – wie konntest Du mir diese Wahrheit verwehren?

Ohne dich ist die Welt leise, wie eine unerträgliche Schneise zwischen Leben und tot. Es ist wie Schrot, das sich in die Tiefen meines Herzens frisst und mir ist, als würde ich im Dunkeln wandern. Nun sag mir, mein Freund, wie soll ich glücklich sein, wenn dieser Schein des Glücks verrückt mit jedem Schritt den ich meiner Wege gehe? Regen ist es, was ich sehe, doch was ich an deinem Fehlen nicht verstehe, ist die Art deines Verschwindens. Konntest Du den Berg nicht überwinden?

Und wieder schreibe ich, während eine Feder meine Worte blutet. Schon immer suchte ich mich selbst in Sätzen, ich weiss das geschriebene Wort zu schätzen und höre auf mich selbst zu hetzen, wenn ich auf diese Weise in mich gehen kann. Nur so kann ich Dich vergessen, hören die Gedanken auf zu stressen, mit denen ich Dich beschenke. Meine Erinnerungen lenke ich nicht immer gern zu dir, doch Du bist ein Teil von mir und wirst es immer sein – ganz egal, in welchem Schein dein Lebenslicht leuchtet.

25.7.15 20:25, kommentieren

Von mir zu Dir

Ich kenne Dein Leben besser, als Du das meine. Weiss mehr über Deine Fehler, als Du über die meinen und doch weiss eine Sache uns zu einen. Dein Blut fliesst durch meine Venen und deshalb werd ich Deine Worte stets so dehnen, bis aus Lüge Wahrheit wird. Das Absurde daran ist; ich habe dich nie so sehr vermisst, wie in diesen Tagen. Wie gern würde ich mich an Deinem Dasein laben... doch wenn ich an Dich denke, meine Gedanken zu Dir lenke, erwartet mich nichts als Leere. Mir wird gewahr, Sonnenklar, dass Du so vieles verpasst hast und verpassen wirst. Du hast Dich geirrt, als Du dachtest, dass niemand Dir nur ansatzweise ähnlich sein könnte. Denn hier stehe ich, fern von jedem Gleichgewicht und trotzdem Deines Blutes. Ich sah die tiefsten Tiefen dieser Welt, nannte keinen Menschen Held, weil Du einst sagtest, dass es keine Helden gibt. Du hast Dich geirrt, mich so sehr verwirrt, dass ich nicht mehr glauben konnte. Ja, ich sonnte mich in Gleichgültigkeit, war entzweit, weil Du nicht an meiner Seite standest. Wann hast Du damit begonnen mich zu hassen? Und warum konntest Du von diesem Gefühl nicht lassen? Hast Du uns vergessen? Wir, die deine Kinder waren und sind. Warst Du tatsächlich so blind? Jetzt ist es zu spät, denn Dein Leben ist im Winterwind verweht. Du hast uns verschmäht und trotzdem liebe ich Dich. Fürchterlich, denn vielleicht bin ich der einzige Mensch, der Gutes von Dir denken will.

25.7.15 19:59, kommentieren

Der Vampir

Mitternacht, der Mond schien fahl,
als ich ihr das Leben stahl.
Leise tropfte Blut hernieder
auf die todgeweihten Glieder
einer sterbendschönen Frau
mit ihr stellt sich der Tod zur Schau.

In vielen nebulösen Nächten,
die wir gern zu zweit verbrächten,
ging ich heimlich, still und leise
auf die todbringende Reise.
Ich wanderte durch dunkle Gassen,
wollte mit den Ketten rasseln,
schreien, brüllen, wütend sein,
stattdessen wurde ich gemein.

Begann die Lebenden zu hassen,
wie sie auf den finst'ren Strassen
lachten, tanzten, fröhlich waren.
Verblendet schienen diese Scharen!
Befreit von Tugendhaftigkeit
blieb ihnen nicht sehr viel Zeit
meinen Fängen zu entkommen.
Nur wenig sind dem Tod entronnen.

Ich labte mich an ihrem Blut,
genoss die flackernde Lebensglut,
frohlockte, sang und freute mich,
während schnell die Zeit verstrich.
Schon bald würde der Morgen grauen,
der Frost zu Wasserperlen tauen,
die Sonne auf die Erde strahlen
und die Welt in Farbe malen.

Deswegen zog ich mich zurück,
erstrahlte in neuem Lebensglück.
Verborgen im Nebel der finsteren Nacht,
habe ich euch das Unheil gebracht.
Nun lege ich mich zufrieden zur ruh,
mache rasch die Augen zu
und träume von der Zärtlichkeit,
die den Menschen vom Leben befreit.

19.7.15 22:29, kommentieren

Ein neuer Morgen

Vergiss Deine Tränen
sie stehen Dir nicht
und lass mich erwähnen
wie sehr ich Dir glich

Das Dunkel war spürbar
die Hoffnung dahin
die Zukunft war unklar
verloren der Sinn

Dann kehrte der Frieden
in´s Leben zurück
ich lernte zu lieben
und fand mein Glück

Der neue Morgen
liegt meist nicht sehr fern
vergiss Deine Sorgen
und werde ein Stern

Beginne zu leuchten
wie ich es einst tat
und lass vom verseuchten
Gedankenunrat

19.7.15 15:32, kommentieren

Trail of Tears ((Kurzgeschichte))

Dieses Buch birgt ein Stück amerikanische Geschichte. Es behandelt die Zeitspanne zwischen der Sklaverei und Martin Luther King – fast einhundert Jahre der Unterdrückung, die allmählich durch den Schleier der Zeit sickern und in Vergessenheit geraten.

 Hier könnt ihr die Geschichte kostenlos lesen:  http://www.bookrix.de/_ebook-resea-pendragon-trail-of-tears/

19.7.15 13:21, kommentieren

Wo die Stille mich bewacht

Gepeitscht von vielen dunklen Tagen

sehne ich mich nach der Nacht

ich wünschte mich dorthin getragen

wo die Stille mich bewacht

 

Wie gern würd ich vergang´nem weichen

fliessend in das Nichts dahin

gehend über tausend Leichen

suchend nach dem Lebenssinn

 

Mein Elend hab ich selbst begründet

das Seelenheil schon längst seziert

mit Freude jenen Hass entzündet

in dem man selbst an Stolz verliert

 

Doch wo sich meine Sünden winden

in einem dunklen Schattentanz

werde ich die Wahrheit finden

in lodernd hellem Feuerglanz

2 Kommentare 19.7.15 12:22, kommentieren

Das Warten auf Morgen

In traumlosen Nächten,
durchdrungen von Mächten,
getrieben vom Wahn,
was habe ich mir angetan?

Die Welt liegt in Scherben,
basiert auf Verderben,
geht unter im Feuer,
mein Fehler war teuer!

Umgeben von Schreien,
die Seelen entweihen,
gefangen in der Finsternis,
ist Furcht für mich kein Hindernis.

Das Streben nach Frieden,
vom Glück stets gemieden,
vom Schicksal gebeutelt,
den Freitod vereitelt.

Durch Nebel gewandert,
im Leeren gestrandet,
im Schatten verirrt,
mein Geist ist verwirrt.

In windlosen Stürmen,
ein Weg voller Hürden,
zerklüftete Pfade,
nicht eine Gerade.

Ich warte auf Morgen,
vergrabe die Sorgen,
vernichte mein Leid,
dass mir aus dem Herzen schreit.

18.7.15 00:12, kommentieren

Die Raben

Auf blutigen Pfaden
und Abseitswegen
fliegen die Raben
dem Abend entgegen

Sie krähen bedacht
ihr klägliches Lied
und haben entfacht
den scheusslichen Krieg

Kreischende Klingen
begleitet vom Tod
die Menschen ringen
mit Leid und mit Not

Die Zuversicht schwindet
die Hoffnung verblasst
und was uns verbindet
ist ewiger Hass

So fliegen die Raben
im Nachtwind dahin
und Menschen begraben
den Lebenssinn

17.7.15 01:08, kommentieren

Sieben Siegel

Sieben Siegel trägt Dein Buch
mit tausend leeren Seiten
belegt mit einem schwarzen Fluch
das lässt sich nicht bestreiten

Dein Leben ist ein dunkles Meer
mit brachialen Wellen
die Seele ist ein Scherbenheer
mit blutverschmierten Stellen

Schon längst liegen Gefühle brach
betäubt von alldem Leid
weil ich nicht deinem Bild entsprach
hast Du mich entzweit

So löste ich mich los von Dir
liess alles steh'n und liegen
verliess Dein innerliches Tier
und lernte neu zu fliegen

16.7.15 22:57, kommentieren

Devil Inside

In einer schwarzen Winternacht
mein Herz schlug klamm und kalt
entfachte sich die dunkle Macht
in höllischer Gestalt

Aus Gruft und Grab stieg sie empor
und lehrte mir die Furcht
die Engel sangen laut im Chor,
sie zwangen mich zur Flucht

Ich rannte rasch, ich rannte schnell
dem Morgengrau'n entgegen
der Hoffnungsschimmer brannte hell
doch musst' ich mich ergeben

So holte mich der Teufel ein
und stahl mir meine Seele
nie wieder liess er mich allein
und stets wollt er mich quälen

Gefangen in 'nem Flammenmeer
vom Schattenheer umgeben
fühlte ich mich nur noch leer
s'wurd Zeit sich zu erheben

Ich liess die Flammen hinter mir
vernichtete die Schatten
befreite mich von jeder Gier
die mich liess ermatten

Nun liegt vor mir das Paradies
die Hoffnung und das Leben
ich kehrte um den dunklen Spiess
und hab mir selbst vergeben

16.7.15 22:03, kommentieren